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Gemeinde Solnhofen  |  E-Mail: info@solnhofen.de  |  Online: http://www.solnhofen.de

Weitere Sehenswürdigkeiten in Solnhofen

Geotop Solnhofener Plattenkalk

 

Die Georegion rund um Solnhofen weist eine hohe Dichte an Geotopen aus. In Anlehnung an den Begriff "Biotop" beschreibt ein Geotop eine unverrückbare Besonderheit im Gelände. Oft sind es auffallend schöne Landschafts- und Felsformen, aber auch Steinbrüche der Industrie, die Aufschluss über die Erdgeschichte geben. Im Jahre 2006 wurde sowohl das "Altmühltal mit dem Solnhofener Plattenkalk" als "Nationales Geotop" ausgezeichnet. Als Aussichtspunkt haben wir für sie das westliche Eingangstor des Steinbruchgebiets, die Langenaltheimer Haardt ausgewählt. Das ist die Lokalität, wo im Jahre 1861 das erste Skelettexemplar des Archaeopteryx entdeckt wurde. Die Langenaltheimer Haardt ist das größte zusammenhängende Steinbruchgebiet. Träger des Geotops sind die Steinreichen 5. Das sind die Kommunen von Treuchtlingen, Pappenheim, Langenaltheim, Solnhofen und Mörnsheim. Den Aussichtpunkt mit der Geotoptafel erreicht man von Langenaltheim kommend kurz hinter der ersten Halde auf der linken Seite. Von hier aus ist der Blick in das gewaltige Abbaugebiet besonders beeindruckend. Viele der musealen Fossilschätze, darunter gleich drei der zehn bekannten Urvogelexemplare, stammen von hier. Die Solnhofener Lagune hatte eine Ausdehnung von etwa fünfzig Quadratkilometern, die genaue Begrenzung ist nicht bekannt.

 

 

 

Geotop 12 Apostel

 

Steinformation: Die 12 ApostelDirekt am Radwanderweg von Solnhofen nach Esslingen liegt die Geotoptafel der Zwölf-Apostel-Felsen. Die zwölf Apostel sind als eine der schönsten Geotope Bayerns ausgezeichnet. Das Altmühltal durchschneidet bei den Zwölf-Apostel-Felsen einen fossilen Riffgürtel. Als die Felsengruppen vor über 150 Millionen Jahren vor Ausbildung des etwas jüngeren Solnhofen-Archipels im Urmittelmeer entstanden, glich die Landschaft der heutigen Bahama-Plattform. Zunächst siedelten sich an einigen Stellen Meeresschwämme. Alben und Mikroben an. Bald wuchsen über den Meeresboden flache Riffkuppeln und Riffkomplexe, zu denen das Solnhofener Geotop gehört. Seit dem Tertiär schneiden sich Flüsse in die zu Stein gewordene Landschaft und präparieren das ehemalige Riffe aus. Bei den heute isoliert stehenden Felstürmen handelte es sich ursprünglich nicht um getrennte Einzelriffe, sondern um einen zusammenhängenden flachen Riffhügel, der durch die Verwitterung entlang senkrechter Klüfte zerteilt wurde. Vor etwa fünf Millionen Jahren entstanden die Flusssysteme von Urmain und Urdonau. Zu dieser Zeit floss der Main noch nach Süden. Dabei schuf er das heutige Altmühltal von Treuchlingen-Dietfurt über Pappenheim und Solnhofen bis nach Dollnstein. Im Dollsteiner Kessel mündete der Urmain in die Urdonau, die von Süden her durch das Wellheimer Trockental floss und von Dollnstein bis nach Kelheim das Tal der heutigen Altmühl schuf.

 

 

 

Sola Basilika

 

Sola BasilikaSolnhofen bietet Ihnen neben seinem Museum mit der Soal-Basilika einen zweiten Kulturschatz erster Güte. Kaum irgendwo anders können Sie die Christianisierung durch englische Mönche so eindrucksvoll erleben wie an der Ausgrabungsstätte dieser Kirchenanlage aus der Zeit der Karolinger. Durch die archäologische Forschung ist die Entwicklung des Solnhofener Kirchenzentrums weitgehend bekannt. Basierend auf Heidelberger Arbeiten wurden unter der heute noch erhaltenen karolingischen Sola-Basilika die Reste von vier älteren Kirchbauten zu Tage gebracht. Die verschiedenen Epochen umfassen einen Zeitraum von etwa 650 n. Chr. bis zum weitgehenden Abbruch der Basilika im Jahre 1782/83. Der fünfte Bau ist die dreischiffige karolingische Basilika mit Krypta und der Tumba des Heiligen Sola. Zu ihrer Ausstattung gehörten reich verzierte Kapitelle, Wandmalereien mit Inschrift, Stuckverzierungen sowie ein Medaillon des Förderers, Kaiser Ludwig des Frommen. Nach Fertigstellung der Sola-Basilika um 838 / 839 wurde der Mönch Sola heilig gesprochen und im Inneren der Basilika neu bestattet. Im Jahre 1782 erfolgte dann ein weitgehender Abriss wegen Einsturzgefahr. Die noch vorhandene Bausubstanz der Sola-Basilika, die den Abriss überstanden hat, steht heute als bedeutendes Zeugnis karolingischer Kirchbaukunst unter Denkmalschutz.

 

 

 

Senefelder Denkmal

 

Senefelder DenkmalDas Senefelder Denkmal befindet sich unweit der Sola-Basilika auf einem kleinen Platz an der Einfahrt in die Ferdinand-Arauner-Straße. Es wurde im Jahre 1845 von Etienne Hippolyte Maindron aus südfranzösischen Sabloniére-Kalkstein für den Pariser Lithografen Alfred Léon Lemercier geschaffen. Bei seiner Firmenauflösung erstand der Direktor des Solenhofer Aktienvereins Hermann Weinmann das Denkmal. Er brachte das Denkmal nach Solnhofen, wo es am 9. Oktober 1904 neben einer Friedenslinde eingeweiht wurde. Die Genehmigung zum Aufstellen erteilte seine königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern. Alois Senefelder war so bedeutend, das Plätze, Straßen und öffentliche Einrichtungen in ganz Deutschland und weit darüber hinaus zu seinen Ehren benannt wurden. Wer nachvollziehen kann, welchen unvorstellbaren Segen die Erfindung der Lithographie der Steinregion unserer früher kargen und armen Juralandschaft brachte, kann ermessen, was die Aufstellung des Senefelder-Denkmals in der Ortsmitte für die Menschen hier im Ort bedeutete.

 

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